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Nützliches
Entwurmungs- und Impfschema (Empfehlungen)
Entwurmungsschema
o) 10. - 14. Tag => 1. Entwurmung (flüssiges Wurmmittel bevorzugen)
o) bis 4. Woche => gleiches Wurmmittel
o) 5. - 8. Woche => wechselndes Wurmmittel (spätestens vor der ersten Impfung)
o) ab 8. Woche => ggf. Kotuntersuchung (Sammelkotprobe über 2 - 3 Tage);
bei Feststellung von Wurmbefall gezielte Behandlung
Mutterhündinnen immer gemeinsam mit den Welpen entwurmen!
Bis zum 6. Lebensmonat Junghunde monatlich.
Danach grundsätzlich 4 x im Jahr entwurmen.
Auf jeden Fall ca. 14 Tage vor fälligen Impfungen entwurmen!
Hündinnen ca. 14 Tage nach Ende der Läufigkeit entwurmen!
Hinweis: Es gibt ein Präparat, das auch gegen die Larven im Gewebe wirksam ist und bei erwachsenen Hunden angewendet werden kann. Bitte beim Tierarzt erfragen.
Weitere Informationen unter folgendem Link - www.esccap.de.
Impfschema
Grundimmunisierung der Welpen
Eine vollständige Grundimmunisierung ist Voraussetzung für einen optimalen
Schulz des Einzeltieres.
Im Alter von:
8 Lebenswochen
" Staupe, HCC, Leptospirose, Parvovirose
12 Lebenswochen
" Staupe, HCC, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut
16 Lebenswochen
" Staupe, HCC, Parvovirose, Tollwut
15 Lebensmonaten
" Staupe, HCC, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut
Wiederholungsimpfungen
Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener
Grundimmunisierung erfolgen.
Core-Komponenten:
Core-Komponenten der Impfstoffe sind gegen Erreger gerichtet, gegen die jedes
Tier zu jeder Zeit geschützt sein muss.
Tollwut - alle 3 Jahre
Staupe, Parvovirose - alle 3 Jahre
Leptospirose - jährlich
(bei Infektionsdruck häufiger) zu
empfehlen. Die meisten Erkrankungen werden heute durch Serovare
ausgelöst, gegen die der Impfstoff nicht schützt. In den USA ist bereits ein
Impfstoff erhältlich, der zusätzliche Serovare enthält.
HCC (Hepatitis-Leberentzündung) - alle 3 Jahre,
der Nutzen der HCC-Impfungen ist unbekannt,
da das Virus seit vielen Jahren in Deutschland nicht isoliert wurde.
Non-Core-Komponenten (Wahlimpfungen)
Zwingerhusten verursacht durch
1) Canines Parainfluenzavirus
- nur bei Hunden mit viel Kontakt zu Artgenossen (Welpengruppe,
Hundeplatz. Tierpension, Tierheim, etc.)
- Impfung erfolgt 1-4 Wochen vor zu einer erwartenden Exposition.
2) Bordetella bronchiseptica
- nur bei Hunden mit viel Kontakt zu Artgenossen (Welpengruppe.
Hundeplatz. Tierpension, Tierheim. etc.).
- Impfung erfolgt mindestens 1 Woche vor einer zu erwartenden Exposition.
Canines Herpesvirus
Welpensterben durch das Canine Herpesvirus kommt in Deutschland sehr selten vor.
Die Notwendigkeit einer Impfung ist deshalb fraglich.
Borrelia burgdoferi sensu lato (Borreliose)
Der Impfstoff enthält ausschließlich die Spezies Borrelia burgdorferi sensu stricto.
In Deutschland gibt es zudem andere Borrelienspezies, gegen die bisher keine
nachweisbare schützende Kreuzimmunität induziert werden kann. Eine generelle
Wirksamkeit der Impfung kann nicht erwartet werden.
Die Zeckenprophylaxe ist deshalb einer Impfung vorzuziehen!
Coronavirus
Es ist nicht erwiesen, dass die Vakzine einen klinisch relevanten Impfschutz
induziert. Eine Impfung wird daher nicht empfohlen.
Zusammenfassung:
Mehr Tiere impfen, das einzelne Tier aber weniger häufig!
1. Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von
Infektionskrankheiten.
2. Die jährliche Gesundheitsberatung mit Impfgespräch dient der Ermittlung eines
individuellen Impfprogramms.
3. Eine vollständige Grundimmunisierung ist Voraussetzung für einen optimalen
Schulz des Einzeltieres.
4. Ein höchstmöglicher Durchimpfungsgrad (> 70 %), ist in einer Tierpopulation
anzustreben, um Epidemien zu verhindern.
5. Core-Komponenten der Vakzinen sind gegen Erreger gerichtet, gegen die jedes
Tier zu jeder Zeit geschützt sein muss.